Erfolgsgeschichte des Holunders

Seine Volksnamen sind Elhorn, Eller, Flier, Alhorn, Holder, Holler, Zibke, Kisseke, Keilken und Pisseke.

Der Holunder war vermutlich schon den Steinzeitmenschen bekannt. In prähistorischen Stätten konnte durch den Fund der Holundersamen die frühe menschliche Nutzung dieses Baums belegt werden.
Im Laufe der Geschichte, hat der Holunder in beinahe jeder Kultur seiner Heimatgebiete - in großen Teilen Europas, Asiens und Afrikas - beeindruckende Spuren hinterlassen. Die Pflanze spielte schon vor Jahrtausenden eine wichtige Rolle in der Heilkunde. Bereits Hippokrates aus Griechenland (460-377 v.Chr.) pries die Heilkraft des Holunders und nannte es einen Medizinschrank.

Im Norden Europas wurde der Holunder von den Kelten und Germanen als heiliger Baum verehrt. Man sprach dem Baum nach, in ihm würden die guten Hausgeister wohnen und das Haus und seine Bewohner vor Schaden bewahren.
Dem Holunder werden seit Jahrtausenden magische Kräfte nachgesagt. Auf dieser Basis fundieren viele Sagen der europäischen Urvölker. In der nordischen Sagenwelt war der "Holderbusch" der Sitz der Göttin Holder oder Holla (im Märchen der Gebrüder Grimm: Frau Holle), die das Leben von Pflanzen und Tieren beschützte.

In der Volksmedizin der letzten Jahrhunderte fand man viele Verwendungen und Anwendungen für den Holunder; von Farbstoff, über Nahrungsmittel, bis hin zur Medizin. Sogar in der christlichen Religion bekam der Holunder eine Bedeutung.

Aufgrund der aufwendigen Kultivierung und Pflege der Pflanze, konnte sich der Holunder nicht auf dem Markt durchsetzen. So geriet er etwas in Vergessenheit.
Wir möchten ihn und seine positiven Kräfte wieder ins Gedächtnis rufen und sie an dem aromatischem und intensivem Geschmack des Holunders teilhaben lassen.
 

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